Persönliche Erklärung zum Neubaugebiet Grüze/Hegi


Bereits in der Besprechung zur Weisung GGR 2011-059 am 27.06.2011 hatte ich darauf aufmerksam gemacht, dass das Schulhaus in Hegi wie geplant eventuell nicht ausreichen würde. Ebenso hatte ich die zuständige Stadträtin anlässlich der öffentlichen Vorstellung des Projekts in Hegi gefragt, ob das geplante neue Schulhaus auch für die erwarteten Neuzuzüger ausreichend sei. Alles kein Problem, alles eingerechnet, hiess es. Nun kommt die Verschiebung des Schulhauses auf 2018. Nichts ist neu, nichts war unbekannt, weder die Zahl der zu erwarteten Neuzuzüger noch die Anforderungen an die Ökologie noch sonst irgendetwas war nicht von Anfang an klar und bekannt. Es ist inakzeptabel, dass sich das Schulhaus weiter verzögern soll und es ist inakzeptabel, dass schon wieder die Kosten höher sein sollen, als ursprünglich geplant. Sind Zeitrahmen und Kosten kein ausschlaggebendes Kriterium beim Wettbewerb? Man sollte die Anforderungen der Wettbewerbe auf Zeit und Kosten fokussieren. Die Stadt hat ihre Planungen, ihre Bauten und ihre Kosten nicht im Griff. Da bleibt mir sogar mein süffisantes: «Ich hab’s Euch ja gesagt!» im Hals stecken, es bleibt nur bittere Enttäuschung übrig.

Überhaupt muss sich die Stadt grundsätzlich überlegen ob und welches Wachstum sie haben will. Das Neubaugebiet in Hegi heizt das Bevölkerungswachstum weiter an, und damit auch die dadurch verursachten Probleme, wie fehlende Verkehrsinfrastruktur, Geldmangel, Investitionsrückstau und eben Platzmangel im Schulhaus. Der Ausbau von Grüze/Hegi mag in kantonalem Interesse liegen, er ist aber sicher nicht im Interesse der Stadt. Entsprechend sollte die Stadt entweder massiv bremsen oder den Kanton finanziell in die Pflicht nehmen. Wir als Stadt können uns das Neubaugebiet nicht leisten.

Und damit kommen wir zum dritten Punkt, der Verkehrserschliessung. Ich möchte bei der Gelegenheit klar stellen, dass – anders als im Landbote der Anschein erweckt wurde – grosse Einigkeit herrscht, welches die optimale Erschliessungsvariante ist, sowohl unter der betroffenen Bevölkerung, der Wirtschaft und Wiesendangen. Es wäre nun die Pflicht der Stadträtin, alles zu tun, um diese Variante beim Kanton durch zu bringen. Angesichts der Tatsache, dass die Planungszone, wie bereits gesagt, vor allem in kantonalem Interesse liegt, darf der Kanton hier nicht auf dem Buckel der Betroffenen eine billige Lösung durchsetzen, sondern er soll seine Verantwortung wahr nehmen. Das geht aber nur, wenn sich der Stadtrat geschlossen hinter die gemeinsame Variante der Arbeitsgruppe stellt und die differenzierte Position der Arbeitsgruppe übernimmt und gegenüber dem Kanton überzeugend vertritt.

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Gemeinderat der Piratenpartei in Winterthur seit 2010 Vorstand Piratenpartei Winterthur Vorstand Piratenpartei Zürich Präsident FreidenkerInnen Region Winterthur

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