Cannabis Pilotversuch

Teaser auf der FrontseiteInfo 17.03.2014: Der Vorstoss wurde überwiesen, bei drei Enthaltungen und 25:25 mit der Stimme der Ratspräsidentin.

Am 25. Februar 2013 habe ich folgendes Postulat im Winterthurer Gemeinderat eingereicht:

«Der Stadtrat wird eingeladen sich mit anderen Städten abzusprechen und sich nach Möglichkeit an einem nationalen Forschungsprojekte für einen wissenschaftlich begleiteten Pilotversuch zum kontrollierten Verkauf von Cannabis aktiv zu beteiligen. Zudem wird der Stadtrat eingeladen, sich auf nationaler Ebene gemeinsam mit anderen Städten für eine kontrollierte Legalisierung von Cannabis einzusetzen.»

Eine grosse Mehrheit der Gemeinderäte der Stadt Zürich hat sich kürzlich für eine kontrollierte Drogenliberalisierung mit Jugendschutz ausgesprochen und den Stadtrat beauftragt, an einer entsprechenden nationalen Studie teilzunehmen (StZH StRB 2012 1226). Ähnliche Vorstösse wurden in Basel, Bern und Luzern eingereicht.

Zitat aus dem Zürcher Postulat: «Das Verbot des Cannabiskonsums ist Ausdruck einer blockierten schweizerischen Drogenpolitik und kriminalisiert tausende von Menschen, statt sie zu vernünftigem Genusskonsum zu leiten. Diese verkehrte Politik kostet viel Geld, welches besser für die Prävention ausgegeben würde. Die Städte sind von dieser fehlgeleiteten Politik besonders betroffen.» Dies trifft für Winterthur genauso zu.Grosser Artikel im Landboten zum Cannabis-Vorstoss

Ein entspannter Umgang mit Cannabis mit einem staatlich kontrollierten Cannabisverkauf könnte einen effizienteren Jugendschutz ermöglichen, die Polizei und Justiz entlasten, dadurch Kosten einsparen. Das eingesparte Geld kann in Aufklärung, Prävention und Suchthilfe investiert werden. Durch den legalen Erwerb ergibt sich eine kontrollierbare Qualität, was der Gesundheit der Konsumenten zugute kommt. Ein legalisierter Handel entzieht internationalen Verbrecherorganisationen die Erwerbsgrundlage und trägt so international zur Sicherheit bei. Bei einer Entkriminalisierung fallen zudem gesellschaftliche Hürden für Gelegenheitskonsumenten.

Winterthur soll daher seine Kräfte mit denen der anderen Städte bündeln und sich gemeinsam für eine offenere Cannabis-Politik einsetzen. Dazu sind wissenschaftlich begleitete Studien, mit denen versuchsweise eine Liberalisierung erprobt werden kann, ein probates Hilfsmittel, um die Diskussion zu versachlichen.

1. Nachtrag: Am 12.03.2013 erschien ein grosses Interview auf der letzten Seite im Stadtanzeiger.

2. Nachtrag 05.06.2013: Die Saarbrücker Piraten zielen in die gleiche Richtung, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet: «Wissen ist der beste Schutz».

3. Nachtrag 17.03.2014: Hier geht es weiter: Wichtigste Argumente für eine Legalisierung von Cannabis.

Kurzer Text auf der Frontseite des StadtanzeigersDas grosse Interview im Stadtanzeiger

Post By Marc Wäckerlin (137 Posts)

Gemeinderat der Piratenpartei in Winterthur seit 2010 Vorstand Piratenpartei Winterthur Vorstand Piratenpartei Zürich Präsident FreidenkerInnen Region Winterthur

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