2012-088 Kredit von Fr. 1,660 Mio. für die Aktualisierung der ICT-Infrastruktur in den Sekundarschulen und jährlich wiederkehrender Kredit von Fr. 142180.– für deren Nutzung

Es ist unbestritten notwendig, dass diese Investition getätigt wird, die Informatik an den Oberstufen ist teilweise in einem desolaten Zustand. Es ist direkt verwunderlich, dass die Vorlage im Rahmen der sonst gängigen Praxis nicht gebunden erklärt wurde. Daher will ich dem Kredit auch nicht grundsätzlich widersprechen. Es handelt sich bei diesem Kredit aber um die Vorlage, auf die sich mein Vorstoss «OpenSource an der Obersufe» bezog. Dreimal hat der Gemeinderat den Stadtrat aufgefordert, OpenSource und die daraus resultierenden Sparrmassnahmen zu prüfen, respektive er hat einen Nachbericht verlangt und den Schlussbericht abgelehnt.

Der Stadtrat hat sich geweigert, die Anregung anzunehmen und entsprechend uninspiriert und überteuert ist nun auch diese Vorlage. Mac OS-X ist sicher gegenüber Windows zu bevorzugen, besser noch wäre aus den damals genannten Gründen Linux gewesen. Die Kinder sollen in der Schule eben auch über den Tellerrand blicken und Konzepte lernen, nicht Produkte.

Es ist tragisch, dass Apple sogar günstiger ist, als Windows. Das liegt aber nur daran, dass Windows von den IDW betrieben werden müsste, während sich die Schule mit Apple selbst organisieren darf. Das wirft ein sehr schlechtes Licht auf die IDW und ihre Kostenstruktur. Noch günstiger als Apple wäre OpenSource mit Linux gewesen, wie diverse kürzlich erschienene Studien nochmals belegen. Doch in diesem Bereich fehlt den IDW das Wissen, wie sie nicht müde werden zu betonen. Man sollte die IDW und ihre Wissens- und Personalpolitk einmal ganz genau unter die Lupe nehmen. Manchmal habe ich den Eindruck, dort arbeiteten die falschen Leute ohne das notwendige Wissen.

Neue Ideen wurden nicht einmal angedacht. Der Lernstick wurde genausowenig berücksichtigt, wie das moderne serverbasierte Arbeiten mit Web 2.0 in der «Cloud», das clientseitig die volle Freiheit lässt vom Handy über Tablets, Notebooks bis hin zu Desktops, unter Linux, Andoid, iOS, OS-X, Windows. Modernes Arbeiten funktioniert online und papierlos. Ausgetausch wird über sichere Plattformen, die von der Schule oder den IDW zur Verfügung gestellt werden. Die Schüler haben dieselbe Umgebung zu Hause, wie in der Schule und können nach Unterrichtsende nahtlos weiterarbeiten, was sie gern tun dank der Motivation, die die Schule vermitteln sollte. Doch leider ist nichts davon auch nur ansatzweise realisiert. Die Chance wurde verpasst.

Entsprechend geht es nur darum, diese Vorlage ohne jegliche Begeisterung durchzuwinken in der Hoffung, dass der erneuerte Stadtrat frischen Wind in die sädtische Informatik bringt und gegenüber neuen Ansätzen und OpenSource aufgeschlossener sein wird. Die Budgetanträge der IDW zeigen allerdings noch immer in die gegenteilige Richtung, wie wir in der Budgetdebatte diskutieren werden.

Ich bleibe am Ball.

Post By Marc Wäckerlin (161 Posts)

Gemeinderat der Piratenpartei in Winterthur seit 2010 Vorstand Piratenpartei Winterthur Vorstand Piratenpartei Zürich Präsident FreidenkerInnen Region Winterthur

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